Quecksilberanreicherung in großen Raubfischen

Da große Raubfische wie Schwert- oder Thunfische, aber auch Hai und Heilbutt, ganz am Ende ihrer jeweiligen Nahrungskette stehen, reichern sich in ihnen natürlich besonders große Mengen an Schwermetallen wie Quecksilber, aber auch anderen (Umwelt-)Giften an. Hier soll nur auf die Belastung mit Quecksilber und Methylquecksilber eingegangen werden. Letzteres ist dabei die meistens im Fisch voliegende Form, die sich auch als gesundheitsgefährlicher als Quecksilber erwiesen hat.

Studien von den Seychellen und Faroer-Inseln zeigen einen statisitschen Zusammenhang zwischen Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern und und einem hohen Fisch- bzw. Walfleischverzehr der Mutter in der Schwangerschaft auf. Generell wird als „vorübergehend tolerierbare wöchentliche Aufnahme“ eine Menge von 1,6 Mikrogramm/Kilogramm Körpergewicht Methylquecksilber genannt. Die Aufnahmegrenze wurde deshalb sicherheitshalber auf 0,7 Mikrogramm/kg Körpergewicht gelegt.

Schwangere, Stillende und Kleinkinder sollten deshalb maximal nur ein, eventuell bis zwei kleine Portionen (je 100g) großen Raubfisch wie Thunfische pro Woche essen.

Diese Fakten sollen allerdings nicht übermäßig beunruhigen. Bei anderem Fisch, speziell den in Deutschland häufig verzehrten Arten, ist die Belastung meist eher vernachlässigbar, weshalb Fisch im allgemeinen, mit einigen Ausnahmen, auch weiterhin als „gesund“ bezeichnet werden kann.
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