Schwertfisch

Lateinischer Name: Xiphias gladius

Verbreitung: weltweit in gemäßigten bis wärmeren Gewässern

Länge: maximal 4,5m (Weibchen)

Nahrung: mittelgroße bis größere Fische und Kopffüßer

IUCN-Status: Nicht gefährdet

Der Schwertfisch ist das einzige Mitglied der Familie der Xiphiidae, welche in naher Verwandtschaft zu den Speerfischen steht. Schwertfische sind große pelagische Raubfische und halten sich bevorzugt in Gewässern mit Temperaturen um 20 Grad Celsius auf, jedoch können die Tiere auch dank einer speziellen Anpassung ihres äußeren Augenmuskels die Temperatur von Hirn und Augen deutlich über der umgebenden Wassertemperatur konstant halten und sich deshalb auch in kälteren Gewässern aufhalten.  Durch diese Anpassung ist es ihnen auch möglich, in tieferen Bereichen zu jagen. Generell legen Schwertfische auf Nahrungssuche sehr weite Strecken zurück und können Geschwindigkeiten von bis zu 100km/h erreichen. Größe und Gewicht variieren stark je nach Verbreitung und Geschlecht;  generell werden Weibchen jedoch größer als Männchen. Schwertfische durchlaufen in ihrem Leben starke morphologische Veränderungen; bei den Larven sind Ober- und Unterkiefer zu Anfang noch etwa gleichlang, erst während des fortschreitenden Wachstum verlagert sich das Größenverhältnis zugunsten des Oberkiefers. Außerdem verlieren Jungfische mit der Zeit Zähne und Schuppen, adulten Tieren fehlen diese gänzlich. Das charakteristische „Schwert“ oder auch Rostrum ist bei erwachsenen Schwertfischen lang und abgeflacht im Gegensatz zu dem der Speerfische, bei welchen das Schwert einen runden Querschnitt aufweist. Es dient wohl hauptsächlich dem Beutefang, indem das Tier seine Beute mit seitlichen Schlägen seines Rostrums verletzt oder tötet.

Der Schwertfisch ist ein begehrter Speisefisch und außerdem ein beliebtes Ziel vieler Sportangler. Die Hauptfangnationen sind unter anderem Japan, USA, Kanada, Italien und Spanien. Schwertfische werden hauptsächlich mit den umstrittenen Langleinen gefangen. Bei dieser Fangmethode kommt es häufig zu hohen Mengen an Beifang, welcher auch andere bedrohte Meerestiere weiter gefährdet. Seit 1980 ist die Nachfrage stark gestiegen, sodass auch eine wachsende Fangqoute zu verzeichnen ist (ca. 100000t pro Jahr). Allgemein wird der Schwertfisch zwar von der IUCN als „Nicht gefährdet“ (Least Concern) eingestuft, jedoch sind einzelne Bestände stark geschrumpft. Im Mittelmeer werden sehr häufig subadulte Tiere abgefischt, welche so keine Chance zur Fortpflanzung haben; denn Schwertfische werden, wie viele andere große Raubfische, erst nach mehreren Jahren geschlechtsreif. Außerdem hat der Rückgang großer Raubfische wie dem Schwertfisch ungeahnte Folgen auf das gesamte Ökosystem des Ozeans und der hohe Quecksilbergehalt ihres Fleisches vor allem bei älteren Exemplaren machen den Verzehr nur beschränkt empfehlenswert.

 

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