Ordnung Schwertfischartige (Istiophoriformes)

Die Ordnung der Schwertfischartigen (Istiophoriformes) wird von den beiden Familien der Speerfische (Istiophoridae) und der Schwertfische (Xiphiidae) gebildet. Letztere beinhaltet rezent nur eine einzige Art, den Schwertfisch (Xiphias gladius).

Die Xiphiidae zeichnet sich im Gegensatz zu den Speerfischen durch ein abgeflachtes, im Durchschnitt ovales Rostrum aus. Gemein ist beiden jedoch die stromlinienförmige Körperform und  die sichelförmige Schwanzflosse. Zudem besitzen beide Familien die Fähigkeit, die Temperatur von Hirn und Augen konstant bis ca 15°C über der umgebenden Wassertemperatur zu halten. Maßgeblich hierfür sind spezielle zelluläre Anpassungen im äußeren Augenmuskeln. Das ermöglicht ihnen auch bei niedrigeren Temperaturen gute Sehfähigkeiten und schnelle Reaktionen, was den Tieren Vorteile beim Beutefang verschafft. Schwertfischartige sind hervorragende Schwimmer und erreichen mitunter Geschwindigkeiten von über 100km/h; Segelfische etwa gehören mit Spitzengeschwindigkeiten von 110km/h zu den schnellsten Fischen überhaupt. Alle Arten zeigen ausgeprägtes Wanderverhalten, oftmals im Zusammenspiel mit den Jahreszeiten.

Die Vertreter der Istiophoriformes sind in der Öffentlichkeit hauptsächlich als begehrte Objekte der Sportfischerei bekannt; ihre Größe und Wildheit im Kampf am Angelhaken lassen sie prädestiniert dafür erscheinen. Einige Arten sind auch als Speisefische begehrt; Schwertfisch ist auch hierzulande eine Delikatesse, Marline hingegen sind eher im asiatischen Raum beliebt (Vor allem in Form von Sushi und Sashimi) und eher selten an der heimischen Fischtheke zu finden. Generell genießt das Fleisch einen zweigeteilten Ruf; Zwar wird seine fettarme und feste Konsistenz gelobt, doch weist es oftmals hohe Quecksilberbelastungen auf; da alle Schwertfischartigen als große Räuber an der Spitze der Nahrungskette stehen, sammelt sich quasi das gesamte Quecksilber (welches unter anderem durch Umweltverschmutzung vermehrt in die Ozeane gelangt) eben jener Nahrungskette in ihnen an. Zudem warnen viele Umweltschutzorganisationen vor den Folgen ihrer Überfischung; als Räuber übernehmen sie eine wichtige Rolle im Ökosystem des Meeres und erhalten sein Gleichgewicht. Zusätzlich schaden die Fangmethoden oftmals auch anderen Arten, denn meist werden diese Fische mit Langleinen gefangen, in welchen sich auch viele andere Tiere verfangen und verenden.

Werbeanzeigen