Fächerfisch

Lateinischer Name: Istiophorus platypterus

Verbreitung: Pazifik, Atlantik, Indischer Ozean, Rotes Meer; Außerdem gelangen Tiere über den Suezkanal ins Mittelmeer

Länge: 2,5m bis maximal 3,8m (Weibchen)

Nahrung: kleinere Fische, Krustentiere und Kopffüßer

IUCN-Status: Nicht gefährdet

Der Fächerfisch oder Segelfisch ist Mitglied der Familie der Speerfische und weist als solches ein langes, im Querschnitt rundes Schwert auf. Außerdem auffällig sind bei diesen Raubfischen die beeindruckend große Rückenflosse sowie sehr lange Bauchflossen. Beide werden bei höheren Geschwindigkeiten angelegt, um den Wasserwiderstand zu verringern. Diese Tiere gehören zu den schnellsten Fischen überhaupt, sie erreichen mitunter Geschwindigkeiten von bis zu 110km/h und legen oft große Strecken zurück. Fächerfische bevorzugen wärmere, küstennahe Gewässer bis etwa 28 Grad Celsius. Im Gegensatz zum einzelgängerisch lebenden Schwertfisch schließt sich diese Art oft mit gleichgroßen Artgenossen zu lockeren Gruppen zusammen, die auch gemeinsam jagen. Um ihre Beute zu fangen, schwimmen sie mit hohen Geschwindigkeiten darauf zu und bremsen mit ihren großen Flossen abrupt ab; anschließend betäuben oder töten sie ihre Beute durch Schläge ihres Schwertes.

Der Fächerfisch ist kein so begehrter Speisefisch wie etwa der Schwertfisch, da sein Fleisch als weniger hochwertig gilt. Dennoch wird er kommerziell gefangen, wenn auch nicht in annähernd so großen Mengen. Diese Art endet oft als Beifang beim Thunfischfang mit Langleinennetzen, lokal auch in Treibnetzen. Größere Bedeutung hat der Fächerfisch als Trophäe für Sportangler; vor allem an der östlichen Pazifikküste vor Mittelamerika ist er wichtiger Bestandteil der mehreren Millionen schweren Sportfischerindustrie. Glücklicherweise handelt es sich bei letzerer oftmals um „tag and release“- Programme, bei denen der gefangene Fisch anschließend wieder frei gelassen wird. Momentan wird diese Art von der IUCN als „Nicht gefährdet“ (Least concern) eingestuft, dennoch sollten die Fangqouten sorgfältig behandelt werden, da es lokal oft an Daten über die Populationsentwicklung dieser Fische mangelt.

 

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