Blauer Marlin

Lateinischer Name: Makaira nigricans

Verbreitung: Atlantik

Länge: maximal 3,75m (Weibchen)

Nahrung: Fische (häufig Thunfische), Kopffüßer

IUCN-Status: Gefährdet

Der Blaue Marlin ist der am stärksten an warme Gewässer gebundene Vertreter der Speerfische. Dennoch kann er bei Gelegenheit in kühlere Gewässer unter 21°C vordringen, was ihm sein für Speer-und Schwertfische typischer, besonders angepasster äußerer Augemuskel erlaubt, der Hirn und Augen konstant bis ca. 15°C über dem der Wassertemperatur halten kann, damit diese weiterhin funktionsfähig bleiben. Die Fische leben einzelgängerisch und unternehmen jährliche Nord-Süd-Wanderungen. Diese Art ist nur selten in Küstenbereichen zu finden. Sie jagen bevorzugt in Oberflächennähe und töten ihre Beute für Speerfische typisch mit Schlägen ihres Schwertes. Der Blaue Marlin ist zudem auch in der Literatur vertreten; in der Novelle „Der alte Mann und das Meer“ (1951) verewigte Ernest Hemingway diesen beeindruckenden Raubfisch.

Blaue Marline werden sowohl kommerziell als auch in der Sportfischerei gefangen. Ihr Fleisch wird in Asien in Form von Sashimi sehr geschätzt; auch landen die Tiere oft als Beifang in Langleinen für Schwertfische und Thunfische. Von Sportanglern gefangene Tiere werden zwar oft wieder freigelassen („tag and release“), verenden jedoch nicht selten an Verletzungen durch Angelhaken. Die Populationsentwicklung ist rückläufig; zudem ist wenig über das Fortpflanzungsverhalten des Blauen Marlins bekannt, was genaue Einschätzungen und gezielte Schutzmaßnahmen erschwert. Außerdem werden Fangmengen oft durch Verwechslungen mit etwa dem Weißen Marlin verfälscht.

 

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